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04.09.2008

Ulla Schmidt spricht sich für Mindestlöhne in der Pflege aus

Betreuungsassistenten bringen notwendige Entlastung

Auf einem Pflegeforum im Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhaus Rüdersdorf bei Berlin am 04.09.2008 sprach sich die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erneut für Mindestlöhne in der Pflege aus. Ziel der neu eingeführten Betreuungsassistenten sei, mehr Angebote in der stationären Altenpflege zu ermöglich. Die sozialversicherten Assistenten sollen von der Bundesagentur für Arbeit finanziert werden. Sie werden ausschließlich einer ausgebildeten Kraft zur Seite gestellt. Dadurch könne sich das Pflegepersonal wieder verstärkt seinen Kernaufgaben zuwenden. Elimar Brandt, einer der beiden Geschäftsführenden Direktoren der Immanuel Diakonie Group betonte, dass neben Mindestlöhnen eine angemessene Fortbildung und Qualifizierung der Betreuungsassistenten notwendig sei. „Wir müssen die Altenpflege aus der Schmuddelecke holen! Das neue Gesetz zur Pflegeweiterentwicklung wirkt hier positiv. Wir brauchen aber auch die Anerkennung der Leistungen über ausreichende Löhne und verlässliche Qualifizierung in der Altenpflege“, so Elimar Brandt.

Die Bundesgesundheitsministerin besuchte den Gesundheitsstandort Rüdersdorf zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Petra Bierwirth. Beide wollten sich vor Ort in Brandenburg über die aktuelle Entwicklung im Gesundheitswesen informieren. Dabei hob Schmidt lobend hervor, dass die Verbindung des Evangelisch-Freikirchlichen Krankenhauses Rüdersdorf mit der Poliklinik Rüdersdorf, der neuen Senioreneinrichtung „Haus am Kalksee“ sowie den ambulanten Diensten genau die Verknüpfung von abgestuften Versorgungsnetzwerken sei, die mit der Gesetzesreform angestrebt werde. „Wo immer möglich, sollte ambulante vor stationärer Pflege gehen. In den neuen Pflegestützpunkten können Angehörige zukünftig effektiv von Fallmanagern dabei unterstützt werden“, so Ulla Schmidt. Sie ermutigte den Bürgermeister von Rüdersdorf, André Schaller, sich für einen Pflegestützpunkt auch in seiner Gemeinde einzusetzen.

 
 
 
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