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16.09.2017

Tag des Kinderkrankenhauses: Frühgeborene bestens versorgt

Die Immanuel Klinik Rüdersdorf ist perinatologischer Schwerpunkt für das östliche Berliner Randgebiet. Geburtshilfe und Kindermedizin arbeiten eng zusammen, um Babys vor, während und nach der Geburt optimal zu betreuen.

Gesundheit und Geborgenheit für Mutter und Kind sind wichtigstes Anliegen der Perinatologie im Immanuel Krankenhaus Rüdersdorf.

In Berlin und Brandenburg leben wieder mehr Kinder. Und immer mehr Babys werden geboren. Auch in der Region um Rüdersdorf nimmt die Zahl der Geburten kontinuierlich zu. Die Immanuel Klinik Rüdersdorf rechnet für 2017 erstmals mit mehr als 1.000 Geburten auf ihrer Entbindungsstation. Gleichzeitig werden die Gebärenden immer älter. Das bedeutet auch mehr Komplikationen in der Schwangerschaft und ein höheres Frühgeburtsrisiko. Umso wichtiger ist eine gute medizinische Versorgung für Kinder vor, während und nach der Geburt.

Die Immanuel Klinik Rüdersdorf hat auf diesen Bedarf reagiert und in den vergangenen drei Jahren einen Schwerpunkt in der Geburts- und Neugeborenen Medizin, der Perinatologie, aufgebaut. Seit diesem Jahr können Babys ab der vollendeten 32. Schwangerschaftswoche, also ab acht Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, und ab einem Geburtsgewicht von 1.500 Gramm in der Klinik entbunden und versorgt werden. Um die „Frühchen“ kümmert sich die Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin, Meike Wetzling, persönlich. Sie hat eine Spezialisierung in Neugeborenenmedizin. Über die Gesundheit der Herzen der Neugeborenen wacht Oberarzt Tarag Abuel Aiaun. Sein Schwerpunkt ist die Kinderkardiologie.

Versorgungslücke für vier bis acht Wochen zu früh geborene Babys geschlossen

Die Immanuel Klinik Rüdersdorf hat den Versorgungsauftrag als perinatologischer Schwerpunkt für das östliche Berliner Randgebiet. „Damit schließen wir eine Lücke und entlasten die Krankenhäuser, die sehr kleine Frühgeborene unter 1.500 Gramm Geburtsgewicht versorgen können“, sagt Dr. med. Lucas Hegenscheid, Chefarzt der Abteilung für Geburtshilfe. „Vorher mussten wir Frühgeburten bereits vor der vollendeten 36. Schwangerschaftswoche und bei einem Gewicht des Kindes unter 2.000 Gramm in diese Spezialkliniken verlegen.“

In der Perinatologie müssen Kindermedizin und Geburtshilfe besonders eng zusammen arbeiten. „Aufgrund der gestiegenen Zahl an Risikofaktoren werden inzwischen etwa 30 Prozent der Geburten von einem Kinderarzt begleitet, um die erste Versorgung des Kindes zu übernehmen“, sagt Chefärztin Wetzling.

Rooming In: Eltern und Kind gehören zusammen

Aber auch, wenn eine Geburt komplikationslos verläuft und es dem Kind gut geht, sind die Ärztinnen und Ärzte der Kinderabteilung routinemäßig in die Betreuung der Neugeborenen eingebunden. Für die kinderärztliche Visite kommen sie täglich auf die Wochenstation. Neben den üblichen Neugeborenenuntersuchungen und Aufklärungsgesprächen mit den Eltern führen sie bei Bedarf auch Ultraschalluntersuchungen und Laborabnahmen durch.

„Sollte ein Kind weiterer kinderärztliche Unterstützung bedürfen, steht ihm und seinen Eltern unsere Kinderabteilung mit dem Schwestern- und Ärzteteam 24 Stunden am Tag zur Verfügung“, betont Meike Wetzling. Das „Rooming In“ ermöglicht es der Mutter – oder dem Vater – auf der Kinderstation bei dem kranken Neugeborenen zu bleiben.

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