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20.02.2020

„Es ist unmöglich, glücklich zu werden, ohne sich mit einer Arbeit zu beschäftigen"

Ein besonderer Ehrentag für Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle in Berlin-Buch.

Ein Leben im Dienste der Gesundheit (von links: Dr. Helmut Sörensen, Prof. Dr. Andreas Krause, Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle, Matthias Blum)

Anlässlich des 80. Geburtstages von Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle hatten Matthias Blum (Konzerngeschäftsführer der Immanuel Albertinen Diakonie), Roy J. Noack (Geschäftsführer des Immanuel Krankenhauses Berlin) und Prof. Dr. Andreas Krause (Chefarzt der Fachabteilung Innere Medizin, Rheumatologie, Klinische Immunologie und Osteologie am Immanuel Krankenhaus Berlin) am 6. Februar 2020 Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter eingeladen.

Und viele, viele kamen in das Immanuel Krankenhaus Berlin am Standort Berlin-Buch. Elimar Brandt, Vorstand der Borghardt Stiftung zu Stendal und früherer Geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie, setzte in seinem Grußwort Schlaglichter auf Ereignisse, Erlebnisse und Begegnungen mit „seiner“ Chefärztin der Rheumaklinik Berlin-Buch, der (Ehren) Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga Bundesverband und auf den Menschen Erika Gromnica-Ihle.

Bessere Patienten, Ärzte, Medizin und Selbsthilfe


Die Jubilarin, erfreut über die generationsübergreifende Gästeschar aus vertrauten und neuen Gesichtern an ihrer alten Wirkungsstätte, nutzte das Ereignis zu einer klaren Stellungnahme. „Wir brauchen zukünftig bessere Patienten, bessere Ärzte, bessere Medizin und bessere Selbsthilfe.“

Das wäre aber nicht als Provokation gedacht. Bessere Patienten seien für sie Menschen mit mehr Gesundheitskompetenz, erlangt durch eine – beginnend in der Schule – vermittelte Gesundheitsschulung. Gesundheitskompetenz hieße aber auch höhere Bewegungskompetenz, um dem Bewegungsmangel als Ursache vieler chronischer Krankheiten entgegenzuwirken. Und noch etwas war ihr wichtig: „Noch immer ist unser Leitbild der stets leistungsfähige und absolut funktionierende Mensch. Aber krank werden gehört, und das besonders in einer alternden Gesellschaft, zum Menschen unweigerlich dazu. Hilfsbedürftigkeit, wie auch das Hilfe-Leisten, sind entscheidende Merkmale des Menschseins.“

Bessere Ärzte bedeute für sie ein klares Heraus aus der Ökonomisierungsfalle. Patienten seien keine Kunden, Ärzte keine Dienstleister und Kliniken keine Schraubenfabriken. Ärzte sollten in erster Linie ihren Patientinnen und Patienten und nicht allein der Ökonomie verpflichtet sein. Das sei der Grund der tiefen Identitätskrise der heutigen Medizin. „Es müssen die Gesetze der Heilkunst gelten, was das Prinzip der Wirtschaftlichkeit nicht ausschließt.“

Bessere Medizin bedeute, dass der Mensch und nicht die Gewinne von Klinikkonzernen, Pharmaunternehmen oder der Medizinindustrie im Mittelpunkt stünden. Medizin sei die authentische Sorge um den ganzen Menschen. Die Forderung der Zukunft sei eine bekannte, es ginge immer um eine patientenorientierte Behandlung.

Auch die Selbsthilfe werde sich wandeln. Die Deutsche Rheuma-Liga sei vor fast 50 Jahren gegründet worden, um ein „Stachel“ im schlecht funktionierenden Versorgungssystem zu sein. Jetzt sei die Selbsthilfe zur Mitgestalterin im Gesundheitssystem geworden. Das impliziere eine andere Verantwortungsebene mit Ambivalenzen zwischen der Autonomie der Selbsthilfe einerseits und der Mitwirkung der Selbsthilfe in den Strukturen der gesundheitlichen und sozialen Versorgung andererseits.

Gesundheitspolitische Verantwortung übernehmen bliebe zweifelsfrei schwierig. „Experte aus Betroffenheit zu sein, reicht dabei nicht aus. Es ist mehr Professionalisierung notwendig. Dabei ist die richtige Balance zwischen Ehrenamt und Professionellen in der Selbsthilfe unabdingbar und bleibt eine echte Herausforderung.“

 
 
 
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    Kommunikationsmanagerin Presse in der Immanuel Albertinen Diakonie

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