Knie, Kniegelenk und Kniegelenkersatz
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Was sind die häufigsten Kniebeschwerden?
Zu den häufigsten Kniebeschwerden zählen Knieschmerzen, Schwellungen, Instabilitätsgefühle sowie Einschränkungen der Beweglichkeit im Kniegelenk. Viele Patientinnen und Patienten berichten über Schmerzen beim Gehen, Treppensteigen oder längeren Sitzen, teilweise begleitet von einem Knacken oder Blockadegefühlen im Knie. Ursachen für Kniebeschwerden können akute Verletzungen wie Meniskus- oder Bandläsionen, aber auch degenerative Veränderungen wie Arthrose sein. Darüber hinaus spielen Fehlbelastungen, muskuläre Dysbalancen und Überlastungen im Alltag oder Sport eine wichtige Rolle. Eine frühzeitige Abklärung von Knieschmerzen kann helfen, chronische Verläufe zu vermeiden und die Gelenkfunktion langfristig zu erhalten.
Wie erkennt man Kniebeschwerden und wie lassen sie sich behandeln?
Die Diagnose von Kniebeschwerden beginnt mit einer ausführlichen Anamnese, bei der Art, Dauer und Auslöser der Knieschmerzen erfasst werden. Darauf folgt eine klinische Untersuchung des Kniegelenks, bei der Beweglichkeit, Stabilität, Achsstellung und Schmerzreaktionen überprüft werden. Je nach Befund kommen ergänzend bildgebende Verfahren wie Röntgen, MRT oder Ultraschall zum Einsatz, um strukturelle Veränderungen oder Verletzungen darzustellen. Auf Grundlage der Diagnose wird ein individueller Therapieplan erstellt, der sowohl konservative als auch operative Behandlungsoptionen berücksichtigen kann. Ziel der Behandlung ist es, Schmerzen zu lindern, die Funktion des Kniegelenks zu verbessern und die Belastbarkeit im Alltag wiederherzustellen.
Wie behandelt man Kniebeschwerden konservativ?
Die konservative Behandlung von Kniebeschwerden umfasst alle nicht-operativen Maßnahmen zur Linderung von Schmerzen und zur Verbesserung der Gelenkfunktion. Ein zentraler Bestandteil ist die Physiotherapie, die gezielt die Muskulatur stärkt, die Beweglichkeit fördert und Fehlbelastungen korrigiert. Ergänzend können schmerzlindernde und entzündungshemmende Maßnahmen wie Medikamente, Kälte- oder Wärmeanwendungen sowie Injektionstherapien eingesetzt werden. Auch Bandagen oder Orthesen können das Kniegelenk stabilisieren und im Alltag entlasten. Ziel der konservativen Therapie ist es, die Beschwerden nachhaltig zu reduzieren und eine Operation möglichst zu vermeiden oder hinauszuzögern.
Wie behandelt man Kniebeschwerden operativ?
Eine operative Behandlung von Kniebeschwerden kommt dann in Betracht, wenn konservative Therapien keine ausreichende Linderung bringen oder strukturelle Schäden im Kniegelenk vorliegen. Ziel des operativen Eingriffs ist es, Schmerzen zu reduzieren, die Gelenkfunktion zu verbessern und die Belastbarkeit des Knies im Alltag wiederherzustellen. Ein Kniegelenkersatz, auch Knieprothese oder Endoprothese des Knies, ersetzt beschädigte Gelenkflächen und stellt die Funktion des Kniegelenks sowie des umliegenden Stützapparates wieder her. Je nach Schädigungsgrad kommen partielle oder totale Knieprothesen zum Einsatz, um Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit zu verbessern.
Vorteile einer Knieprothese
- Schmerzen zuverlässig reduzieren
- Beweglichkeit des Gelenks verbessern
- Beinachsen korrigieren (z. B. O-Bein oder X-Bein)
- Stabilität des Kniegelenks wiederherstellen
Es stehen verschiedene Formen der Knieprothese zur Verfügung, die je nach Art und Ausprägung der Kniebeschwerden eingesetzt werden. Welche Knieprothese im individuellen Fall geeignet ist, klären unsere Ärztinnen und Ärzte im Rahmen einer spezialisierten Sprechstunde gemeinsam mit Ihnen nach sorgfältiger Diagnostik.
Teilprothese (Hemischlitten)
Bei lokaler Arthrose ist ein teilweiser Knieersatz sinnvoll. Diese sogenannten Hemischlitten-Prothesen ersetzen nur das betroffene Gelenksegment. Voraussetzung ist, dass andere Gelenkanteile noch weitgehend gesund sind.
Vor einer Teilprothese werden Bildgebung wie Röntgen, MRT, oder von vorangegangenen Arthroskopien genutzt, um den Verschleiß genau zu bestimmen. Weitere Faktoren, die berücksichtigt werden, sind:
- Alter und Aktivitätsniveau
- Begleiterkrankungen und Knochenqualität
- Fehlstellungen wie O-Bein oder X-Bein
- Streck- und Beugefähigkeit des Knies
- Allergien gegen Metall oder Zement
Patellofemoraler Ersatz
Wenn die Kniescheibe stark verschlissen ist, kann ein isolierter Ersatz des patellofemoralen Gelenkes erfolgen. Moderne Implantate ermöglichen, das Implantat individuell anzupassen und Schmerzen bei Treppensteigen oder Belastung gezielt zu reduzieren.
Oberflächenersatz
Ist das gesamte Knie stark geschädigt, werden alle betroffenen Gelenkflächen ersetzt. Der Eingriff erfordert nur minimalen Knochenabtrag. Im Gegensatz zur Teilprothese können bei diesem Verfahren höhergradige Korrekturen der Beinachse vorgenommen werden.
Gekoppelte Knieprothese
Bei ausgeprägten Achsfehlstellungen, Instabilität oder reduzierter Bandfunktion kann eine gekoppelte Prothese notwendig sein. Diese Implantate sind miteinander verbunden, um maximale Stabilität zu gewährleisten.
Wann ist eine Revision einer Knieprothese erforderlich?
Auch bei Knieprothesen berichten hin und wieder Patientinnen und Patienten von anhaltenden Beschwerden oder Einschränkungen. Gründe können Verschleiß, Instabilität, Infektionen oder Fehlstellungen sein. Unsere Knie-Endoprothetik-Sprechstunde richtet sich speziell an Betroffene mit solchen Problemen.
Wir prüfen sorgfältig
- Zustand der bestehenden Prothese
- Band- und Knochenqualität
- Beinachsen und Beweglichkeit
- Schmerzursachen und funktionelle Einschränkungen
Je nach Befund werden individuelle Lösungen vorgeschlagen
- Revision oder Austausch der Knieprothese
- Korrektur von Achsenfehlstellungen
- Einsatz von gekoppelten oder spezialisierten Implantaten bei Instabilität
- Planung der Rehabilitation für optimale Beweglichkeit
Auch hier ist das Ziel der Behandlung, Schmerzen zu lindern, die Funktion des Kniegelenks zu verbessern und die Belastbarkeit im Alltag wiederherzustellen.
Als zertifiziertes EndoProthetikZentrum stehen wir für höchste Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowie die Behandlung durch erfahrene Expertinnen und Experten – vereinbaren Sie gerne einen Termin zur persönlichen Beratung in unserem Ambulanz- und Aufnahmezentrum.