
Sakrale Neuromodulation (SNS/Beckenbodenschrittmacher)
Sakrale Neuromodulation (SNS) – auch bekannt als Beckenbodenschrittmacher – eröffnet neue Perspektiven für Menschen mit Blasen- und Darmfunktionsstörungen.
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Wie kann die sakrale Neuromodulation die Kontrolle über Blase und Darm nachhaltig verbessern?
Die Sakrale Neuromodulation wird weltweit erfolgreich zur Therapie der Harn- und Stuhlinkontinenz (=anale Inkontinenz) eingesetzt. Hierbei sind die Ergebnisse für die Patientinnen und Patienten mit analer Inkontinenz besonders überzeugend und in mehreren randomisierten Studien gut belegt (z.B. Meurette et al. 2021). Im Rahmen eines Stufenplanes zur Behandlung der Stuhlinkontinenz sind sie leitliniengemäß fester Bestandteil der Therapie der Stuhlinkontinenz. Vor der Einbringung des Schrittmachers erfolgt eine Testung, dass der Effekt ausreichend ist. Die Ansprechraten der Testung sind bis zu achtzig Prozent. Die Patientinnen und Patienten erreichen mit der SNS eine sehr gute Symptomlinderung und je nach ursächlichem Krankheitsbild als Auslöser für die Inkontinenz werden viele wieder vollständig stuhlkontinent.
Es gibt ein sehr breites Spektrum an Einschlusskriterien, dazu zählen Zustände nach Bestrahlung im kleinen Becken, Zustände nach Operationen des Mastdarmes (Rektum), Voroperationen aufgrund gutartiger Erkrankungen, Geburtstraumata bis hin zu neurologischen Ursachen (Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Parkinsonerkrankung sowie die diabetische Polyneuropathie u.v.m.). Sprechen Sie uns gern an, ob diese Behandlungsform für Sie in Frage kommt.