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02.06.2015

Lese-Tipp: Neue Ärzte braucht das Land Brandenburg

Wenn medizinischer Nachwuchs fehlt, muss man ihn eben selbst ausbilden. Dafür gründeten mehrere Brandenburger Kliniken eine eigene Medizinische Hochschule, mit dabei die Immanuel Diakonie. Die FAZ berichtet.

Kleinere Seminarräume und fächerübergreifendes Lernen, die Studierenden an der MHB erhalten eine praxisnahe Ausbildung von Anfang an.

Zu Beginn des Sommersemesters ging die Medizinische Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB) mit 72 Studierenden in den beiden Studiengängen Medizin und Psychologie an den Start. Bis zu ihrer Gründung 2014 war Brandenburg das einzige Flächenbundesland, das keine eigene Fakultät für medizinisches Fachpersonal hatte. Dabei ist der Ärztemangel in den neuen Bundesländern, und ganz besonders in den ländlicheren Regionen, deutlich zu spüren. Hier müssen Patienten oft monatelang auf einen Termin warten.

Mit dem Konzept Nachwuchs dort auszubilden, wo er gebraucht wird und dazu auch attraktive Bedingungen zu schaffen, um die Absolventen dauerhaft halten zu können, beschreitet man in Neuruppin neue Wege. „Wir wollten Menschen finden, die ernsthaftes Interesse am Arztberuf haben und sich langfristig auch ein Leben hier auf dem Land vorstellen können“, berichtet Prodekan Wilfried Pommerin im Gespräch mit der FAZ. Die Auswahl richtete sich daher nicht nur nach dem Numerus clausus, sondern auch nach der persönlichen Motivation, die die Bewerber schriftlich und mündlich vor einer Jury darlegen mussten.

Schon ab dem zweiten Semester dürfen die Studierenden der MHB in einer Landarztpraxis in der Region assistieren. Das Modell wird auf beiden Seiten gut angenommen, so berichtet die FAZ in ihrem Artikel „Mediziner Marke Eigenbau“ vom 1. Juni 2015. Bereits 35 kooperierende Praxen gäbe es, die den angehenden Medizinern zum ersten Mal in ihrer praktischen Ausbildung zur Seite stehen.

Getragen wird die private Hochschule von mehr als 20 Krankenhäusern aus der Region, zu denen auch das Immanuel Klinikum Bernau Herzzentrum Brandenburg und die Immanuel Klinik Rüdersdorf gehören. Sie übernehmen einen Großteil der Studiengebühren, wenn die Studierenden sich verpflichten ihre Facharztausbildung in einer dieser Einrichtungen zu absolvieren.

Wilfried Pommerin, der gleichzeitig auch Chefarzt des Zentrums für Innere Medizin am Städtischen Klinikum Brandenburg an der Havel ist, weiß aus eigener Erfahrung wie dringend Fachkräfte gebraucht werden. Und das, so sagt er gegenüber der FAZ, betreffe nicht nur die Allgemeinmedizin, sondern alle medizinischen Disziplinen, wie auch den Pflegebereich. Er hoffe daher, dass es in Zukunft noch weitere Studiengänge an der MHB geben werde.

Lesen Sie hier den vollständigen Artikel auf der Website der FAZ

Weitere Informationen zur MHB finden Sie unter www.mhb-fontane.de

 
 
 
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