Myositis - entzündliche Erkrankungen der Muskulatur

Bei Myositis handelt es sich um erworbene Erkrankungen, die auf einer Fehlregulation von Immunzellen, die das eigene Muskelgewebe angreifen, basiert. Im Vordergrund der Beschwerden steht ein Kraftverlust vor allem an den Armen und Beinen.

Was ist Myositis?

Hierbei handelt es sich um erworbene Erkrankungen, die insgesamt genommen in jeder Altersklasse vorkommen können. Zu den Unterformen der Myositis gehören: Dermatomyositis, juvenile Dermatomyositis, Polymyositis, Immunvermittelte Nekrotisierende Myopathie, Myositis bei Overlap Syndrom und Einschlusskörpermyositis.

Die Entstehung der Erkrankung basiert auf einer Fehlregulation von Immunzellen, die das eigene Muskelgewebe angreifen. Die Ursache dieser Fehlregulation ist noch unzureichend verstanden und beinhaltet Umwelteinflüsse, genetische Einflüsse und andere Faktoren. Im Vordergrund der Beschwerden steht ein Kraftverlust vor allem an den Armen und Beinen. Die zunehmende Schwäche führt zu Einschränkungen im Alltag, etwa beim Heben der Arme, beim Aufstehen von einem Stuhl oder beim Treppensteigen. Auch Schluckstörungen oder Schmerzen können auftreten. Chronische Verläufe – wie z.B. bei der Einschlusskörpermyositis – führen oft zu einem sichtbaren Muskelschwund. Einige Formen der Myositis hängen mit einer Tumorerkrankung zusammen, wodurch der Verlauf maßgeblich beeinflusst wird. Ein weiterer wichtiger Faktor für den Schweregrad und Verlauf der Erkrankung ist die jeweilige Organbeteiligung. Wenn zum Beispiel das Herz oder die Lunge durch die Autoimmunentzündung mitbetroffen sind, kann die Erkrankung lebensbedrohlich werden.

Diagnose der Myositis

Myositis ist selten und noch vielen Medizinern und Therapeuten unzureichend bekannt. Dadurch wird die Diagnose erschwert oder es entstehen Fehldiagnosen, auf denen oft wirkungslose oder manchmal auch schädliche Therapien begründet werden. Die Diagnose erfolgt durch die typischen Symptome in Zusammenschau mit einer Muskelbiopsie und der Bestimmung von Auto-Antikörpern im Blut. Parallel wird das Muskelenzym (Creatin Kinase, CK) bestimmt. Hilfreich sind darüber hinaus eine Elektromyographie (EMG), Sonographie oder eine Kernspintomographie (MRT) der Muskeln. Vor allem auch im Hinblick auf die Ursache und den Verlauf der Erkrankung muss eine konsequente Suche nach Tumoren und einer etwaigen Mitbeteiligung anderer Organe erfolgen. Manche der Myositis-assoziierten Antikörper können wertvolle Prädiktoren für eine etwaige Tumorerkrankung oder Organbeteiligung darstellen.

Behandlung der Myositis

Bisher gibt es keine Behandlungsmethoden, die eine vollständige Heilung ermöglichen, aber oft können die Symptome durch eine korrekte und frühzeitige Diagnose und eine gezielte Immunsuppression deutlich gebessert werden. Der Krankheitsverlauf ist sehr unterschiedlich und abhängig von der Diagnose, der Schwere des Muskelbefalls und der Organbeteiligung. In vielen Fällen gelingt es, die Krankheit durch Kortison, andere immunsuppressive Medikamente und weitere Medikamente abzuschwächen. Unerlässlich sind moderate Bewegung und regelmäßige Physiotherapie, und bei entsprechenden Beschwerden auch Ergotherapie und Logopädie.

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