Schneiderballen oder Digitus quintus varus

Bei einem Schneiderballen handelt es sich um eine Fehlstellung des fünften Mittelfußknochens und der Kleinzehe. Dabei weicht der fünfte Mittelfußknochens in Richtung des Fußaußenrandes ab.

Welche Ursachen hat ein Schneiderballen?

Der Digitus quintus varus, auch „Schneiderballen“ genannt, ist eine Fehlstellung des fünften Mittelfußknochens und der Kleinzehe. Durch Abweichen des fünften Mittelfußknochens in Richtung des Fußaußenrandes, erscheint der Fuß breiter. Häufig geht diese Veränderung des Fußes mit einem Hallux valgus einher. Das Tragen inadäquater Schuhe kann den Verlauf beschleunigen. Eine anlagebedingte Bindegewebsschwäche kann das Auftreten eines Spreizfußes mit Ausbildung eines Digitus quintus varus begünstigen.

Welche Symptome treten bei einem Schneiderballen auf?

Die Beschwerden treten an der Außenseite des Fußes auf Höhe des Kleinzehengrundgelenks auf. Durch mechanische Reizung des Schuhes kommt es zu Bildung von schmerzhaften Druckstellen über dem fünften Mittelfußknochen mit möglicher Schwellung, Rötung und Entzündung der Schleimbeutel. Die veränderte Lastverteilung führt häufig zu Beschwerden unter dem zweiten bis vierten Mittelfußköpfchen, einer sogenannten Metatarsalgie.

Diagnostik und Therapie

Eine Anamnese und die klinische Untersuchung mit Beurteilung der Bewegungsabläufe, Fehlstellungen und eventuelle Instabilitäten ermöglichen die Diagnosestellung. Ein Röntgenbild des Fußes in zwei Ebenen unter Belastung sichert die Diagnose.

Als konservative Therapie werden in der Regel orthopädische Einlagen nach Maß empfohlen. Die Therapie der Spreizfußdeformität unterstützt den Fuß in seinem Längs- und Quergewölbe. Bei ausgeprägter Deformität und nach Ausschöpfen der konservativen Therapien sollte eine operative Versorgung in Betracht gezogen werden.

 
 
 
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