Diabetologie

Dieser Bereich umfasst die Diagnostik und Behandlung des Diabetes mellitus nach aktuellen medizinischen Erkenntnissen und Leitlinien mit Hilfe eines qualifizierten Schulungsteams, bestehend aus Diabetologin, Diabetes-Beraterin und Diabetesassistentin.

Was umfasst das Leistungsspektrum der Diabetologie in der Immanuel Klinik Rüdersdorf?

Ein Schwerpunkt in der Inneren Abteilung der Immanuel Klinik Rüdersdorf ist die Diabetologie. Wir bieten das gesamte Spektrum der Diagnostik und Therapie der verschiedenen Diabetes-Formen an. Darüber hinaus geben wir Betroffenen und ihren Angehörigen Rat und Hilfestellung beim Umgang mit ihrer Erkrankung. Unser Diabetes-Team betreut Sie während Ihres stationären Aufenthalts nicht nur auf unserer Diabetes-Station, sondern auch, wenn Sie als Patient einer anderen Fachrichtung unsere Unterstützung zur Diabeteseinstellung benötigen. Dabei arbeiten wir eng mit den anderen Fachdisziplinen unseres Hauses zusammen.

Zentrale Bedeutung messen wir der strukturierten Schulung von Patienten mit Diabetes mellitus sowie deren Angehörigen und Pflegenden bei. Ziel ist es, den Patienten über seine Krankheit ausführlich zu informieren. Wir möchten ihm helfen eigenverantwortlich mit seiner Stoffwechselerkrankung umgehen zu können.

Alle Formen des Diabetes werden behandelt. Die wirkungsvolle Behandlung des Diabetes mellitus muss an die vorliegende Form (Typ 1 oder Typ 2) sowie an die individuelle körperliche Verfassung, das Alter und persönliche Lebensumstände angepasst werden.

Diabetes erkennen

Die Diagnose des Diabetes mellitus wird in vielen Fällen sehr spät gestellt weil typische Symptome der Erkrankung lange Zeit fehlen. Die Betroffene fühlen sich häufig nicht krank. Die Folgen und Komplikationen beim Diabetes sind abhängig von der Dauer und dem Ausmaß der Blutzuckererhöhung sowie von bestehenden Begleiterkrankungen. Für alle Formen des Diabetes gilt. Je früher ein Diabetes festgestellt wird und je besser der Blutzucker eingestellt ist, desto seltener und weniger gravierend sind die Folgeschäden bzw. die Komplikationen.

Ein über Jahre unbemerkter Diabetes stellt eine Gefahr für Veränderungen an Gefäßen und Nerven dar. Diabetesgefährdete Personen sollten sich regelmäßig beim Hausarzt vorstellen und abklären lassen ob ein Diabetes oder Vorstadium des Diabetes vorliegt.

Diabetesformen

Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind. Diese Stoffwechselerkrankung kann unterschiedliche Ursachen haben.

Typ 1 Diabetes/LADA

Der Diabetes Typ 1 ist bedingt durch den Verlust der insulinproduzierenden Zellen. Die Symptome treten häufig eher akut und dramatisch auf. Typisch Zeichen sind ein plötzlicher Leistungsabfall, starker Durst, vermehrtes Wasser lassen und starke Gewichtsabnahme

Typ 2 Diabetes

Beim Typ 2 Diabetes produziert der Körper zumindest in der Anfangsphase noch viel Insulin. Die Empfindlichkeit der Körperzellen auf das Hormon ist herabgesetzt-Insulinresistenz. Die Zellen reagieren nicht mehr richtig, die Folge ist, dass das körpereigene Insulin nicht mehr ausreicht, um den gewünschten Effekt an den Körperzellen zu erreichen.

Beim Typ 2 Diabetes beginnen die Anzeichen (Leistungsminderung, Müdigkeit) meist langsam und unspezifisch. Häufig wird die Diagnose nur durch Zufall erkannt. Der Diabetes zeigt sich oft bei Menschen mit Übergewicht, Bluthochdruck und erhöhten Blutfetten.

Sonstige Diabetesformen

Ein Diabetes kann auch durch Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse oder im Rahmen genetischer Störungen auftreten. Auch manche Medikamente z.B. Kortison können die Entstehung des Diabetes bewirken.

Schwangerschaftsdiabetes

Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker, der erstmals während der Schwangerschaft auftritt, wird als Schwangerschaftsdiabetes(Gestationsdiabetes) bezeichnet. Häufig verschwindet der Diabetes nach Beendigung der Schwangerschaft. Regelmäßige Kontrollen sind notwendig, da einige Frauen im Verlauf ein Typ 1 oder Typ 2 Diabetes entwickeln können.

Therapiemöglichkeiten

Sämtliche Therapieformen (Tabletten, konventionelle und intensivierte Insulintherapie, Insulinpumpentherapie) werden individuell angeboten.

Basistherapie: Ernährung und Bewegung

Basis jeder Therapie des Diabetes ist eine Schulung zur Ernährung und Bewegung. Die Umstellung der Ernährung mit dem Ziel einer Gewichtsreduktion kann ein effektives Mittel sein die Blutzuckerwerte zu senken.

Therapie mit Tabletten

Bei dieser Behandlung werden oralen Antidiabetika in Tablettenform gegeben. Diese Behandlung eignet sich ausschließlich für Typ 2 Diabetiker und wird angewendet, wenn Ernährung und Bewegung nicht zur Normalisierung der Blutzuckerwerte geführt haben. Eingesetzt werden Tabletten mit verschiedenen Wirkstoffen wie z.B.:

  • Sulfonylharnstoffe
  • Metformin
  • Glucosidasehemmer
  • DPP 4 Hemmer

Die Behandlung mit Tabletten ist kein Ersatz für Insulin.

Insulintherapie

Es gibt zur Behandlung des Diabetes mellitus unterschiedliche Therapieansätze:

  • konventionelle Insulintherapie
  • intensivierte konventionelle Insulintherapie
  • Insulinpumpentherapie

Unsere Diabeteskompetenz

Ein Schwerpunkt ist die Diagnostik von diabetischen Komplikationen und ggf. die Einleitung einer entsprechenden Therapie. Zur Optimierung der Diabetestherapie bieten wir die Möglichkeit einer kontinuierlichen Glucosemessung mit dem CGMS (Kontinuierliches Glukose Monitoring System) an. Wir streben eine enge Zusammenarbeit mit den Hausärzten und Diabetesschwerpunktpraxen der Umgebung an. Es erfolgen Weiterbildungen zum Thema Diabetes mellitus für Hausärzte, Arzthelferinnen und Pflegedienste. Regelmäßig führen wir einen Diabetikertag für Patienten und deren Angehörige zu verschiedenen Themen in Bezug auf den Diabetes durch.

Wir behandeln bzw. bieten an

  • Therapieneueinstellungen oder Umstellungen von Diabetikern Typ 1 und 2 (Insulin und Tabletten)
  • Stoffwechselentgleisung bei Diabetikern mit und ohne Insulin
  • Organkomplikationen bei Diabetes
  • Fettstoffwechselstörungen, Übergewicht
  • Bluthochdruckschulung, Ernährungsberatung
  • intensivierte konventionelle Insulintherapie
  • Insulinpumpenbehandlung
  • Erlernen der Spritztechniken und Blutzuckermessung
  • strukturierte Schulung entsprechend den Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) in Einzel-und Gruppenschulungen
  • Kontinuierliche Blutzuckermessung (CGMS) mit Auswertung der Ergebnisse
  • Hypoglykämiediagnostik (Diagnostik von Unterzuckerungen)
  • Betreuung von Frauen mit Schwangerschafftsdiabetes

Stationäre diabetologische Therapie

  • Patienten mit Typ 1 und Typ 2-Diabetes mit Begleit- und Folgeerkrankungen
  • Behandlung und Mitbetreuung anderer Diabetesformen
  • Begleitung von Patientinnen mit Gestationsdiabetes in Absprache mit den Gynäkologen
  • Schwere Unterzuckerungen (Hypoglykämie)
  • Schwere Stoffwechselentgleisungen mit ggfs. notwendiger intensivmedizinischer Betreuung
  • Umstellung auf Insulinpumpentherapie
  • Mitbetreuung anderer Fachabteilungen unseres Hauses, prä- und postoperative Begleitung von Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 und Typ 2
  • Angebot einer kontinuierlichen Glukosemessung (CGMS) mit entsprechender Auswertung und Therapieempfehlung

Diabetes Schulungen

Schulungen nach Richtlinien der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) nach folgenden strukturierten Schulungsprogrammen:

  • Patienten mit Typ 1-Diabetes
  • Patienten mit Typ 2-Diabetes ohne Insulintherapie
  • Patienten mit Typ 2-Diabetes mit Insulintherapie (konventionelle Insulintherapie, intensivierte Insulintherapie)
  • Patienten mit Hypertonie (Bluthochdruck)

Unser Diabetesteam

Dr. med. Kerstin Boden

Oberärztin und Fachärztin für Innere Medizin an der Immanuel Klinik Rüdersdorf, verantwortlich für den Bereich Diabetologie

Dr. med. Kerstin Boden ist seit Januar 2004 als Oberärztin der Abteilung für Innere Medizin der Immanuel Klinik Rüdersdorf tätig.

Ihre Ausbildung zur Fachärztin für Innere Medizin schloss sie 2000 ab. Es folgte eine Zusatzausbildung zur Diabetologin DDG im Jahr 2002, sowie die Zusatzbezeichnug Notfallmedizin 2006 und Diabetologie 2007. mehr

 

Monique Harp

Diabetesberaterin DDG

Monique Harp ist seit Februar 2007 in der Immanuel Diakonie tätig. Sie ist gelernte Krankenschwester und schloss 2001 außerdem ihre Ausbildung zur Diabetesassistentin ab. Im Juni 2010 machte Monique Harp ihren Abschluss als Diabetesberaterin DDG und ist seit dem sowohl in der diabetologischen Praxis der Poliklinik Rüdersdorf als auch in der Immanuel Klinik Rüdersdorf in der Diabetesberatung tätig.

Dies ermöglicht eine sehr gute Verknüpfung zwischen ambulanter und stationärer Betreuung der Patientinnen und Patienten: ambulante Patienten können auch bei stationärem Aufenthalt weiterbetreut werden. Stationäre Patienten, die noch nicht diabetologisch betreut werden, können auch nach ihrem Aufenthalt ambulant in der Praxis betreut werden.

Monique Harp nimmt regelmäßig an diabetologischen Weiterbildungen teil, um Patientinnen und Patienten stets nach neuesten Erkenntnissen zu betreuen. 

»Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben, sondern den Jahren mehr Leben zu geben.«
 

Nadine Schunke

Diabetesassistentin DDG

Nadine Schunke führt sowohl in der diabetologischen Praxis der Poliklinik Rüdersdorf als auch in der Immanuel Klinik Rüdersdorf im Bereich Diabetologie Schulungen für Patienten durch.

 
 
 
 
Alle Informationen zum Thema

Poliklinik Rüdersdorf

Onkologisches Versorgungszentrum Märkisch-Oderland

  • Ganzheitliche Versorgung von Krebspatienten in Märkisch-Oderland. direkt zum OVZ

Ansprechpartner

  • Dr. med.
    Daniel Merkel
    Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin in der Immanuel Klinik Rüdersdorf

    Sekretariat Arztdienst
    Immanuel Klinik Rüdersdorf
    Seebad 82/83
    15562 Rüdersdorf bei Berlin
    T 033638 83-309
    F 033638 83-311
    E-Mail senden
    vcard herunterladen

Direkt-Links

 
 

Wir verwenden auf dieser Webseite Cookies, Analyse-Tools, um die Zugriffe auf unsere Webseite anonymisiert zu analysieren, sowie Plugins, um Funktionen für soziale Medien anbieten zu können. Mit dem Besuch unserer Seite geben Sie uns Ihr Einverständnis für diese Verwendung. Nähere Informationen dazu und Hinweise, wie Sie Cookies unterbinden können, finden Sie in unserer Datenschutzerklärung

OK